Neue Heimat für die Ev. Limesgemeinde Schwalbach ab 01.07.2027

veröffentlicht 06.10.2026 von Limesgemeinde , Ev. Limesgemeinde Schwalbach

Am 29.09. hat der Kirchenvorstand im Rahmen eines Informationsabends die Gemeinde und Interessierte darüber informiert, dass zum 01.07.2027 ein Umzug aus dem aktuellen Gemeindezentrum in neues Gebäude notwendig sein wird. Dieses neue Zuhause wird in der Limesstadt sein. Optionen sind bereits gefunden, der Auswahlprozess läuft.

Sinkende Mitgliederzahlen, begrenzte finanzielle Mittel und veränderte Erwartungen an kirchliches Leben machen strukturelle Anpassungen in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) notwendig. Dieser Prozess, der unter dem Namen „ekhn2030“ bekannt ist, bewegt die Kirche bereits seit mehreren Jahren. Er fordert Gemeinden zu einer stärkeren Zusammenarbeit, verändert die Strukturen und die Arbeitsweisen.

So wird die Ev. Limesgemeinde ab dem 01.01.2027 mit den anderen evangelischen Gemeinden in ihrem Nachbarschaftsraum in einer neuen Rechtsform stärker verbunden sein. Dazu gehören die Ev. Friedenskirchengemeinde in Schwalbach ebenso wie die Ev. Kirchengemeinde Eschborn und die Ev. Andreasgemeinde in Niederhöchstadt. In den Gemeindeversammlungen wie auch in den Gemeindebriefen hat der Kirchenvorstand immer wieder dazu mitinformiert.

Zu diesen Veränderungen gehört auch, dass alle zugehörigen Gebäude einer Neubewertung durch die Kirchenverwaltung der EKHN unterzogen worden sind. Da der Gebäudebestand in der gesamten ev. Kirche angesichts sinkender Mitgliederzahlen seine Nutzung übersteigt, kann der Unterhalt nicht mehr für jedes Gebäude in der gleichen Art und Weise wie bisher bezuschusst werden.

Für das Gemeindezentrum im Ostring 15 führt diese Neubewertung dazu, dass ab Beginn des nächsten Jahres die Zuweisungen entfallen. Zu schlecht ist der energetische Zustand, zu kostenintensiv der Unterhalt des mittlerweile 60 Jahre alten Gebäudes. Die Gemeinde bekommt also keine finanzielle Unterstützung zur Finanzierung ihrer Betriebskosten mehr, darunter Wärme und Strom. 

Gerade die Wärmekosten fallen aber für das Gemeindezentrum jedes Jahr exorbitant hoch aus – auch dann, wenn im Winter nur für die nötigste Wärme gesorgt wird. Der Zustand des Gebäudes und die besonderen Bedingungen, die in der Limesstadt für den verpflichtenden Anschluss an das Fernwärmenetz gelten, führen dazu, dass die Ev. Limesgemeinde hier trauriger Spitzenreiter unter den evangelischen Gemeinden weit und breit ist.

Da eine Finanzierung der Unterhaltskosten aus eigener Kraft schon für die Dauer des Jahres 2027 ausgeschlossen ist, sieht sich der Kirchenvorstand gezwungen, das Gemeindezentrum zum 30.06.2027 stillzulegen.

Der Kirchenvorstand plant, in ein anderes Gebäude zur Miete einzuziehen und dort das Gemeindeleben mit seinen Gottesdiensten, der Vielfalt seiner Angebote und den Möglichkeiten, die von der Gemeinde zur Gestaltung des Miteinanders angeboten werden, weiterzuführen. Dieses neue Zuhause wird in der Limesstadt sein. Optionen sind bereits gefunden, der Auswahlprozess läuft. Weitere Informationen werden folgen.

Der Betrieb der Kita kann dagegen auch nach dem 30.06.2027 weitergehen. Die Stilllegung des Gemeindezentrums hat auf die Nutzung des 2001 gebauten Gebäudes, in dem die Kita untergebracht ist, keine direkten Auswirkungen. 

Der Umzug der Ev. Limesgemeinde ändert nichts daran, dass es weiterhin eine zukunftsfähige Lösung für das bisherige Gebäude braucht. Auch daran arbeitet der Kirchenvorstand weiter und wird auf Gemeindeglieder, Mitarbeitende und Eltern der Kita wie auch die evangelischen Gemeinden im Nachbarschaftsraum und Interessierte zukommen, sobald es hierzu Klarheit gibt.